Alles hat ein Ende… ich fliege wieder nach Deutschland.

HeimreiseMeine Reise ist nun nach fast 6 Monaten zu Ende. Mit gemischten Gefühlen sitze ich im Flugzeug und lasse die Aussicht auf mich wirken und die vielen Eindrücke meiner Reise in meinen Gedanken nochmals vorbeiziehen. Ich freue mich auf meine Familie und Freunde, ich freue mich auch ein Stück weit auf die deutsche Gründlichkeit und einen Wasserhahn, der mich nicht jeden Moment anspruckt oder gar ganz im Stich lässt. Luxus eben ein Stück weit.

Ich werde aber auch die vielen herzlichen Menschen vermissen, die einem winken obwohl sie nichts haben. Menschen die sich nicht über Alles und Jeden aufregen und griesgrämig an der Kasse sitzen, so wie manche Verkäuferin im Supermarkt in Deutschland. Ich werde die weiten Landschaften vermissen, die Tiere, die Sonne die jeden Tag für mich geschienen hat und den Wind, der mir eine frische Brise ins Gesicht blies, wenn es mal heiß wurde.

Afrika ich werde dich vermissen…

Letzte Tage in Antananarivo

Meine Reise neigt sich dem Ende. Der Rückflug ist gebucht und ich freue mich sehr wieder alle meine Lieben in Deutschland zu sehen. Vorher gings aber nochmal auf Erkundungstour durch Tana (Antananarivo). Ich bin hoch zum Palast mit einer fantastischen Aussicht über die Stadt. Zu sehen ist das Stadion, der kleine See in der Stadt in Herzform, welcher als Liebesbeweis vom König an die Königin errichtet wurde.

Auch mein T-Man darf dabei nicht fehlen. ;)

Auspannen in Fianarantsoa

Nach der langen Radtour, den kalten Duschen (bzw. gar keinen) und dem ständig gleichen Frühstück (Baguette mit Konfitüre) hab ich mich in Fianarantsoa, einer sehr schönen Stadt, in einem wirklich schönen Guest House eingebucht. Mit dem Taxi Brousse konnte ich mit den Schülern aus Ifanadiana mitfahren. Die Laune im Bus war hervorragend…

Die Stadt mit den vielen kleinen Märkten macht richtig Lust einzukaufen und sich mit frischem Obst und Gemüse einzudecken.

Mein Gästehaus war sehr gemütlich und komfortabel eingerichtet. Ich habe mich hier sichtlich wohlgefühlt, bevor es am nächsten Morgen früh mit dem Taxi Brousse zurück in die Hauptstadt Antananarivo ging.

Radtour Tag9 – Schulbesuch in Ifanadiana

Wir haben in Ifanadiana die Amerikanerin Rebecah besucht. Sie arbeitet dort für Peace Corps in einer kleinen Schule und unterstützt zudem das Projekt “Hope for Madagascar”. Sie hat uns interessante Einblicke in Ihren Schulalltag gegeben und wir durften sie den ganzen Tag mit der Kamera begleiten. Die Kinder waren dementsprechend neugierig auf die “Vazahas” (madagassisch für weißer Fremder) und ihre Kameras.

Bei mir hatte sich inzwischen aber ein dickes Heimweh nach Familie und Freunden breit gemacht, was man mir auch so richtig ansehen konnte. Ich habe mich somit entschieden nach knapp 6 Monaten wieder nach Deutschland zu fliegen. Aber zuerst muss ich mal wieder in die Hauptstadt kommen….

Radtour Tag8 – Die Chameleons sind los

Wir haben den Regenwald inzwischen wieder verlassen und sind weiter Richtung Ifanadiana gefahren. Auf dem Weg haben wir dann einen tollen Tipp bekommen und uns zwei Chameleons angesehen. Das grüne Weibchen war richtig neugierig, während das betende Männchen, mit seiner interessanten Kopfform immer wieder versucht hat in den Baum zu flüchten. Weiter gings dann über abgespülte Straßen in das kleine Städtchen Ifanadiana. Meine Laune wurde immer schlechter, da wir die alleinigen Gäste im einzigen Hotel der Stadt nicht mal laufenden Wasser, geschweige denn warmes Wasser bekommen haben. Nach der Radtour freut man sich einfach auf eine Dusche. ;)

Lustigerweise bin ich hier auf ein kleines Stückchen Heimat getroffen, einen alten ausrangierten Mercedes Bus von Schwörer Haus. ;)

 

Radtour Tag7 – Kein Fahrrad aber dafür Hike im Regenwald Ranomafana

Die Fahrräder haben jetzt eine Pause, allerdings nicht wir. Wir haben nach dem ersten Tag Pause einen Tag im Regenwald verbracht. Wir hatten einen englischsprechenden Guide, der uns unheimlich viele einheimische Pflanzen und Tiere gezeigt hat. Auf den kleinen Wegen über Wurzeln, zwischen Lianen, unter Spinnennetzen mit Riesenspinnen (Handgroß), durch Flüsse und allerlei Insekten haben wir auch einige Lemuren gesehen. Auch der Wasserfall war ein echtes Highlight. Es ist einfach schön, die unberührte Natur so hautnah zu erleben und allerlei zu entdecken. Ein toller Tag.

Radtour Tag6 – Ausruhen

Alles schläft und braucht nach fünf Tagen und 250km einfach mal ne Pause. Endlich schlaaaaafen und nichts tun!!! ;)

Radtour Tag5 – Erholung am Morgen und dann ab in den Regenwald

Am fünten Tag haben wir es morgens erst einmal langsam “mora mora” angehen lassen. Ich konnte schon fast nicht mehr laufen und war über die Pause mehr als nur froh. Auch Klara und Karsten haben die Pause genossen und genutzt. Klara hat im Garten der Anlage Videos gedreht, während ich ein paar schöne Bilder geschossen habe. Karsten hat sich derweil um das Loch in seinem Fahrradmantel gekümmert, bevor es dann nachmittags nochmals ca. 30km in den Regenwald nach Ranomafana ging. Letzte Anstrengung sozusagen… vor der längeren Pause im Regenwald.

Radtour Tag4 – Gefährliche Nacht im Zelt

Umso weiter wir aufs Land gefahren sind, umso weniger Gasthäuser lagen auf dem Weg. Die kleinen Dörfchen mit den einfachen Hütten boten auch keinen Platz für uns als Gäste. Zum Glück hatten Klara und Karsten ein Zwei-Mann-Zelt dabei, das wir dann etwas Abseits von einem der kleinen Dörfchen, in der Nähe der Straße aufgeschlagen haben. Ein kleines Feuer für Tütensuppe und Baguette hat dem großen Hunger zumindest etwas geholfen.

Die Nacht war sehr ungemütlich und geschlafen hatte auch fast keiner von uns, da wir von Klaus per SMS erfahren haben, dass die Gegend sehr gefährlich ist. Allerdings kam die Info zu spät, da es bereits Stockdunkel war und wir mit unseren Kräften am Ende. Mitten in der Nacht hat dann ein LKW direkt auf unserer Höhe auf der Straße (wohlgemerkt mitten im Nirgendwo) angehalten. Uns stockte der Atem. Karsten ist dann mit seinem Messer bewaffnet aus Zelt und hat versucht die Lage zu checken. Zum Glück hatte der LKW nur eine Reifenpanne und Karsten kam mit ein paar Moskitostichen davon.

Der morgen war sehr kühl und neblig, die Stimmung nach der fast schlaflosen und sehr engen Nacht dementsprechend. Die Cocoskekse und frischer Kaffee (Karsten hat Feuer gemacht) haben gegen die Kälte im Hochland geholfen.

Wir haben dann alles zusammengepackt und sind zügig losgeradelt um gegen die Kälte anzukämpfen. Der Nebel hat sich aber schnell verzogen und der Tag wurde wunderbar sonnig. Unser Ziel war die wunderschön gelegene Stadt Ambohimahasoa. Dort haben wir dann ein richtes nettes kleines Hotel gefunden, mit kleinen Bungalows. Wir waren fix und fertig und total happy endlich angekommen zu sein. Essen! Ein Bett! Eine Dusche! (welche dann aber nur kaltes Wasser hatte, zu meiner großen Enttäuschung). Wir haben dann mehrere Hauptspeisen verschlungen… was das Hotel gefreut haben muss. ;)

 

Radtour Tag3 – Schlafen mit den Ratten

Diese Nacht war echt übel. Wir haben am Abend zuvor kein Hotel finden können und haben dann bei einer wirklich netten Familie im Gästezimmer (Dachboden) schlafen dürfen. Mein Bett war zu klein, so dass meine Füsse übergestanden haben, was meinen brennenden Beinen nicht gerade geholfen hat. Zudem waren die Matratzen mit Stroh gefüllt, ebenso die Kissen. Nachts bin ich dann von Ratten aufgeweckt worden, wie diese sich in unseren Taschen zu schaffen gemacht haben.

Dementsprechend gerädert sind wir dann morgens aufgewacht. Das Frühstück war dann auch nicht gerade befriedigend, aber wir hatten ein Dach über dem Kopf und die Familie war wirklich sehr bemüht uns alles Recht zu machen. Meine “Toilettenerfahrung” im Klohäuschen hinterm Haus hat zum Rest gepasst. ;) An diesem Tag habe ich meine Luxuriöse “Normalität” wirklich zu schätzen gewusst!!!

Weiter gings dann recht schnell mit den Rädern. Meine brennenden Beine und der schmerzende Po waren nicht gerade meine Freunde an diesem Tag. Mittagessen gabs dann in einer der seltenen Pizzerias, die wir am Straßenrand in der nächsten Ortschaft aufgefunden haben. Was die großen Schildkröten direkt neben den Kochtöpfen machen, weiß ich nicht. Ich schätze mal die Suche nur Wärme??? Weiter gings dann an alten Ruinen und die zuckersüße Ananas war mein absolutes Highlight an diesem Tag!